Weiterentwicklung der Altenheimseelsorge
Im Herzen von Fulda bringt Musik in der Altenpflegepastoral Wärme und Freude in die Seelsorge und zeigt die verbindende Kraft der Melodien. Die Initiativen "Elvis im Altenheim" und "Weisheit im Alter" von Divine Concern in Kooperation mit der Stadtpfarrei und dem Dekanat Fulda bringen Musik, Andacht und Gesang in Alten- und Pflegeheime wie Mediana, DRK, AWO und Caritas, um Trost und Gemeinschaft zu fördern. Diese Aktivitäten erinnern Bewohner wie Mitarbeiter daran, dass der Rhythmus des Lebens beständig bleibt. Ob sanfte Hymnen oder schwungvolle Melodien, Musik wirkt als universelle Sprache, die Generationen verbindet und das Gemeinschaftsgefühl in diesen Einrichtungen stärkt.
Das Bistum Fulda setzt mit seinen Initiativen ein deutliches Zeichen gegen Ageism und zeigt, wie wertvoll kreative Ansätze im Umgang mit dem Thema Alter sein können. Mit dem Bildungsformat „Weisheit im Alter“ rückt es die Lebenserfahrung älterer Menschen in den Mittelpunkt und fördert den Austausch zwischen den Generationen, während das Projekt „Elvis im Altenheim“ mit Musik, Humor und Lebensfreude Barrieren abbaut und neue Begegnungen ermöglicht. Die klare Zielsetzung ist hoffnungsvoll: Die Programme basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, dienen der Aufklärung und stärken den Respekt sowie die Teilhabe älterer Menschen. Damit zeigt das Bistum, wie Kirche heute konstruktiv, lebensnah und mit einem positiven gesellschaftlichen Beitrag wirken kann.
Am 27. Januar 2026 präsentierten Just4Fun und Divine Concern in der Fuldaer Severikirche einen eindrucksvollen meditativen Abend, der ganz im Zeichen des Themas Freiheit stand. Mit einer fein abgestimmten Mischung aus Musik, ruhigen Klangflächen und kurzen Impulstexten entstand ein atmosphärischer Raum, in dem die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit hatten, innezuhalten und eigene Perspektiven auf Freiheit zu reflektieren.
Das Bistum Fulda hat bei der dreitägigen Bundesarbeitskonferenz Altenpastoral in Rastatt seine bundesweite Vernetzung gestärkt und die neue Kampagne „Respekt kennt kein Alter!“ unterstützt, die 2026 starten und für wertschätzende Altersbilder sensibilisieren soll. Im Mittelpunkt der Tagung standen Fragen der Spiritualität im Alter, Modelle der Spiritual Care sowie Herausforderungen wie Demenz, Einsamkeit und Ageismus. Fulda brachte eigene Projekte wie „Elvis im Altenheim“ und „Weisheit im Alter“ ein und intensivierte den Austausch mit den Erzbistümern Freiburg und Köln. Diakon Dr. Coetsier überreichte als Zeichen der Kooperation die CD „Von Herz zu Herz“ und den Laurentiusbrief 2026 „Weisheit Suchen“ und betonte die Bedeutung einer würdevollen, generationenverbindenden Seniorenpastoral. Das Bistum kündigte an, seine pastoral, wissenschaftlich und musikalisch-diakonisch ausgerichtete Altenpastoral weiter auszubauen und die erfolgreiche Arbeit auf Bundesebene fortzuführen.
Die Caritas St. Josef lud am 19. Januar 2026 zu einer besonderen musikalischen Bußandacht ein. Diese wurde von „Divine Concern” und der Sängerin Tessa gestaltet. Im Mittelpunkt des Nachmittags stand die tröstliche Botschaft, dass es in Momenten unserer Fehler nicht um das Versagen selbst geht, sondern um den einen, den wir dabei so leicht vergessen: Gott, der uns kennt, uns in unserer Gebrochenheit liebt und uns immer wieder zu sich ruft. Durch Psalmworte, das Evangelium vom verlorenen Schaf und berührende Musik wurde spürbar, dass Gott keinen Menschen verloren gibt, sondern ihm nachgeht, ihn trägt und ihm einen Neuanfang ermöglicht. Die Andacht erinnerte daran, dass Buße keine Schwere bedeutet, sondern Befreiung ist – ein Loslassen dessen, was uns belastet, und ein Zurückfinden zu Gott, der uns nie aus den Augen verliert.
Mit Addi und seinem Akkordeon bei der Krippe
Bei der Bußandacht, einem liturgischen Gottesdienst, machen sich die Gläubigen gemeinsam auf den Weg der Umkehr – getragen von Liebe und Hoffnung.
Aus unserer Sicht könnte der Elvis-Song „If I Can Dream“ beim Diözesanforum Altenheimseelsorge 2026 einen besonderen Akzent setzen, da er die zentrale Botschaft der Veranstaltung musikalisch auf den Punkt bringt: die Sehnsucht nach Hoffnung, innerer Wandlung und einem würdevollen Umgang mit den Übergängen des Lebens. Entstanden in einer Zeit gesellschaftlicher Erschütterung, erinnert das Lied daran, trotz Unsicherheit nach Licht zu suchen – eine Haltung, die die Seelsorge im Alter wesentlich prägt. Mit seiner Mischung aus Ernsthaftigkeit, Zuversicht und menschlicher Wärme spiegelt der Song genau die Herausforderungen und Chancen wider, die im Forum im Mittelpunkt stehen.
Der neunte Altersbericht (2025) der Bundesregierung, der den Titel „Alt werden in Deutschland – Vielfalt der Potenziale und Ungleichheit der Teilhabechancen“ trägt, zeigt eindrücklich, wie unterschiedlich die Lebenslagen älterer Menschen heute sind. Die Bandbreite reicht dabei von aktiver gesellschaftlicher Beteiligung bis hin zu deutlichen Ungleichheiten in den Bereichen Gesundheit, Einkommen und soziale Teilhabe. Das 2026 digitale Barcamp greift diese Themen auf und lädt Engagierte aus ganz Deutschland ein, gemeinsam Wege in die Praxis zu entwickeln. Passend dazu setzen wir auf unserer „Elvis im Altenheim“-Website mit Elvis Presleys „Suspicious Minds“ einen augenzwinkernden musikalischen Akzent: Der Song steht sinnbildlich für das Überwinden festgefahrener Muster und das Aufbrechen von Unsicherheiten – genau das, was ein Barcamp ermöglicht. In offenen Sessions entstehen neue Ideen, Vertrauen wächst über Organisationsgrenzen hinweg und die Teilhabe im Alter wird gemeinsam weitergedacht.
Nach dem erfolgreichen „Elvis Christmas Special“ vor Weihnachten und den gut besuchten Veranstaltungen im Jahr 2025 lud die Severikirche im Januar 2026 erneut zu ihrer besonderen Andachtsreihe „Musik, Hoffnung & Segen“ ein. Am 13. Januar begeisterte der irisch-deutsche Sänger Cillian Groll die Gemeinde mit berührenden irischen Klängen. Die Abendveranstaltung verband Musik, Spiritualität und menschliche Zuwendung auf einzigartige Weise miteinander und zog zahlreiche Besucher an. Diese waren von der herzlichen Atmosphäre und der kraftvollen Interpretation traditioneller irischer Melodien tief beeindruckt und beschrieben den Abend als wohltuende Auszeit vom Alltag.
Irishe Klänge - Soundcheck mit Addi
Am 13. Januar 2026 begeisterte Cillian Groll die Severikirche
Der Winter zeigt sich am 12. Januar in Osthessen erneut von seiner harten Seite. Schnee, Matsch und schlechte Sicht machen vor allem älteren Menschen das Gehen schwer. Mehr Sicherheit bieten helle Kleidung, reflektierende Elemente am Rollator, ein bewusster Gang und erhöhte Aufmerksamkeit.
Längere Bremswege beachten
Autos brauchen auf glatten oder nassen Straßen deutlich länger zum Anhalten. Fußgänger sollten daher beim Überqueren besonders vorsichtig sein, Ampeln und Zebrastreifen nutzen und nicht hinter Kurven auf die Fahrbahn treten.
Gut sichtbar sein
Bei Dunkelheit oder Nebel ist Auffallen entscheidend. Helle Kleidung, reflektierende Accessoires oder ein gut sichtbarer Rollator erhöhen die Chance, früh erkannt zu werden.
Stabil auftreten
Der „Pinguin-Gang“ hilft auch 2026 noch: den Körperschwerpunkt leicht nach vorn verlagern, den Fuß flach aufsetzen und die Schritte bewusst setzen. Mit Rollator gelingt das automatisch. Rutschfeste, gut sitzende Schuhe sind dabei unverzichtbar.
Das Bistum Fulda hat kürzlich eine neue, spannende Ausgabe des Laurentiusbriefs für das Jahr 2026 unter dem Titel „Weisheit suchen“ veröffentlicht, der am 30. Oktober 2025 in den Druck ging und nun allen Interessierten zur Verfügung steht. Im Herzen dieser Ausgabe steht die tiefgründige Frage, wie Menschen ihr Leben gestalten und sinnvoll, vielleicht sogar gemäß ihrer Berufung, leben können. Die Redaktion ist fest davon überzeugt, dass diese existenzielle Suchbewegung untrennbar mit dem Thema „Weisheit“ verbunden ist und dass ein erfülltes Leben gelingt, wenn man diese aktiv sucht und hoffentlich auch findet. Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, bietet der nach dem Heiligen Laurentius benannte Brief eine Fülle an facettenreichen Zugängen: Stephanie Ernst führt Leserinnen und Leser in die Weisheitsvorstellungen des Alten Israels ein, die Lebensweisheit als zentrales Prinzip begreifen. Andreas Müller und Reiner Uftring teilen persönliche Einblicke in ihre Suche nach Weisheit nach dem beruflichen Ausstieg, während Cornelius Roth die Verbindung zwischen Weisheit und Mystik beleuchtet. Dorothea Coetsier-Fuhrmann erläutert anhand von Lessings „Nathan der Weise“, dass wahre Weisheit im Dialog und im Handeln liegt, und Stefan Ohnesorge untersucht einen Text Bernhard von Clairvauxs, der Selbsterkenntnis als Königsweg zur Weisheit darstellt. Abgerundet wird die Ausgabe durch Meins G.S. Coetsier, der aufzeigt, wie die Auseinandersetzung mit Weisheit der Einsamkeit im Alter vorbeugen kann. Die Redaktion hofft von Herzen, dass die vielfältigen Beiträge des Laurentiusbriefs 2026 die Leserschaft dazu anregen, selbst auf die persönliche Weisheitssuche zu gehen, und wünscht dabei viel Freude und Erkenntnis bei der Lektüre.
Fulda. Drei Tage vor Heiligabend verwandelt sich die Severikirche in Fulda in einen Ort voller Musik und Segen: Beim „Elvis Christmas Special“ am 21. Dezember 2025 um 18 Uhr erklingen die schönsten Weihnachtslieder des „King of Rock ’n’ Roll“. Mit dabei sind der „Berliner Elvis“ Christian Gutsch, Divine Concern & Friends sowie die Stadtpfarrei Fulda unter Leitung von Diakon Dr. mult. Meins G.S. Coetsier und Küster Helmut Krause. Ein Abend, der festliche Stimmung, musikalische Leidenschaft und spirituelle Tiefe vereint – und alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen heißt.